kugelmoped.de - die Blechrollerseite aus dem Ruhrgebiet

Zeche Zollverein in Essen

Die Kult(ur)zeche in Essen-Katernberg.

Zollverein
Zollverein
     

Wer in Essen an eine Zeche denk, meint in der Regel Zollverein. Die zu ihrer Zeit überregional bedeutende und größte Essener Zeche wurde als letzte Förderstätte des schwarzen Goldes im Stadtgebiet 1986 stillgelegt. Zusammen mit der gleichnamigen,  ehemals modernsten Kokerei Europas (im Betrieb bis 1993) bildet sie eins der noch wenigen begeh- und erfahrbaren Zeitzeugen der Kohle und Stahlepoche des Ruhrgebiets.

Der Gang über das Gelände, dessen Dimensionen alleine schon beeindruckend sind, ist eine Zeitreise in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Ruhrgebiets. Die Vergangenheit ist allgegenwärtig, beherscht von den Rottönungen des Rosts alter Maschinen und Anlagen und der Tonziegel des imposanten Gebäudekomplexes. Als Arbeitsstätte für tausende Menschen geschaffen, finden sich immer noch reichlich Hinweise und Zeugen des harten Arbeitsalltags auf einer Zeche. Doch wie lange noch?

Die Gegenwart und Zukunft ergreifen mehr und mehr Besitz vom Gelände und seiner Gebäude und füllen sie mit neuem Leben. Die Zeche und die Kokerei Zollverein werden Heimat für neue, moderne Arbeitsplätze. Wo früher die Kohle das Tageslicht erblickte, werden heute junge Unternehmen gegründet und Talente aus Wirtschaft, Kultur und Design geschult und gefördert.

Besuchertip: das Design Zentrum Nordrhein Westfalen im Kesselhaus von Zollverein. Wo früher vier riesige Öfen mit schier unerträglicher Hitze den Dampf für die Fördermaschinen der Zeche produzierten, wird heute kühles Design präsentiert.