Aufgeschnitten - LaFranconi Capri Auspuff

Oben gut zu sehen, eine der drei bei den deutschen Capri 50 und Capri 50S verbauten Anlagen. Da ich hier einen völlig vergurkten Auspuff rumfliegen habe, war meine Neugier sehr groß wie der Auspuff von Innen aufgebaut ist.
Bei einigen Anlagen ist ein Herstellerstempel im Blech zu finden - LaFranconi. Bei wem es jetzt nicht bimmelt, in Kreisen italienischer Motorradfahrer genießen die Anlagen des auch heute noch existierenden Unternehmens einen sehr guten Ruf. Der Aufbau des Capri-Auspuffs ist, wie ich finde, gut durchdacht und vergleichsweise aufwendig.
Gas und Schallführung
Über drei Kammern wird der Schall mehrfach umgelenkt. Durch den Krümmer laufend, drücken die Auspuffgase durch Löcher im Krümmerende (nicht sichtbar) und durch das im Bild sichtbare gelochte Rohr in die mittlere Kammer.
Durch ein in der gegenüberliegenden Kammerseite befindliches Rohr werden Gas und Schall in die vordere Kammer weitergeleitet, wo sie um 180 Grad gedreht wieder über ein langes Rohr in die hintere Kammer geleitet werden.
Hier trifft Gas und Schall auf die Auspufftopf-Rückwand und gelangt nach zweimaliger Richtungsänderung durch das paralell laufende Auspuffrohr in Freie. Die Schallwellen werden also auf ihrem Weg in Freie 4 mal umgelenkt, wobei der lauteste Bereich die kleinste Fläche zur Außenseite des Auspuffs hat.
Nachteile
Nachteil ist, das sich in den einzelnen Kammern Ölkohle und andere Verbrennungsrückstände dick am Boden absetzten und den Auspuff zu langsam zusetzen. Da die Schall-Rohre aber recht hoch im Auspuff liegen, ist eine totale Verstopfung recht unwarscheinlich.

